
Dienstag, 1. Mai
Andreas Kieling – Mitten im wilden Deutschland (5): Von der Elbe an die Ostsee
Film von Christian Feyerabend und Michael Gärtner.
Die beiden nördlichsten Länder Deutschlands sind gleichzeitig auch diejenigen mit der geringsten Bevölkerungsdichte. Hier ist die Natur noch ursprünglich. Genau deshalb hat Mecklenburg-Vorpommern einen Sonderstatus. Die wirtschaftlich schwache Region ist auf den Tourismus angewiesen, und mit ihrer verträumten Seenplatte und den vorgelagerten Inseln hat die Landschaft beste Voraussetzungen dazu. Im Grenzbereich ist es die Elbe, die die Landschaft geprägt hat wie kein zweiter Fluss. Die Erinnerung an die Elbhochwasser ist immer noch hellwach und damit auch die Gewissheit, dass man mit der Natur und nicht gegen sie leben muss.
Phoenix, 11:15 – 13:00 Uhr
Samstag, 5. Mai
Erlebnisreisen-Tipp: Mecklenburg-Vorpommern – Mit dem Dampfzug und dem Schiff
Dokumentation
Die Mecklenburgische Bäderbahn „Molli“ verkehrt im Dampfbetrieb zwischen Bad Doberan, Heiligendamm und Kühlungsborn. Wer statt auf Schienen lieber auf dem Wasser unterwegs ist, der kann sich ein Hausboot mieten und gemütlich über Mecklenburgs Seenplatte schippern.
WDR Fernsehen, 7:20 – 7:30 Uhr
Montag, 7. Mai
Erlebnisreisen-Tipp: Mecklenburg-Vorpommern – Hiddensee
Film von Udo Eling.
WDR Fernsehen, 10:50 – 11:10 Uhr
Samstag, 12. Mai
Die nordstory:Zwischen Ostsee und Bodden –Typen auf Fischland-Darß-Zingst
Film von Frank Breuner.
Über Jahrhunderte hinweg wuchsen Fischland, Darß und Zingst zu einer Halbinsel zusammen. Die Ostsee formt diesen ganz besonderen Landstrich und damit das Leben der Menschen dort. Auf der anderen Seite wird er vom Bodden, einem küstennahen Gewässer, begrenzt.
Die Menschen, die hier wohnen und arbeiten, haben einen ganz eigenen Schlag: Sie sind knorrig und freundlich in ihrer Art, haben einen Dickschädel. Seit Jahrhunderten waren dort Seefahrer, Fischer und Bauern zu Hause. Später, im 19. Jahrhundert, entdeckten auch Künstler wie Erich Heckel oder Gerhard Marcks die Einzigartigkeit der Region Fischland-Darß-Zingst.
Der Tourismus hat vieles verändert, die Seefahrt ist den Segeltörns für Urlauber gewichen. Aber man findet auch heute noch „Typen“ auf der Halbinsel, die Geschichte erlebt haben und Geschichten von dem ganz besonderen Landstrich erzählen können.
Peter Eymael zum Beispiel: Der pensionierte Kapitän betreibt mit seiner Frau Gabriele eine Kunstscheune bei Wustrow und fährt immer noch mit den traditionellen Zeesbooten auf den Bodden hinaus. Besonders beeindruckend in der Landwirtschaft ist der alljährliche Viehabtrieb von der Insel Große Kirr, ein Spektakel, das an den Wilden Westen erinnert. Und die Seenotretter der DGzRS auf dem Darß retten Schiffbrüchige, wenn sonst keiner mehr helfen kann.
NDR Fernsehen, 14:00 – 15:00 Uhr
Montag, 14. Mai
Der Darß – Küste der Kraniche
Film von Christoph Hauschild und Ulrich Nebelsiek.
Zwischen Rostock und Rügen liegt am Rand der Ostsee die langgestreckte Halbinsel aus Fischland, Darß und Zingst. Noch vor 4.000 Jahren bestand sie aus einzelnen Inseln, die erst durch die Macht des Windes und der Strömungen zusammenwuchsen. Heute schützt diese Landzunge eine einzigartige Lagunenwelt, die in ihrem Windschatten liegt: den Bodden mit seinen Salzwiesen, Prielen und Seen.
Vor dem direkten Zugriff der See bewahrt, leben hier sehr viele verschiedene Vogelarten –von den Seeadlern des Darßer Waldes bis zu den Kormoranen der kleinen Boddeninseln, von den Uferschnepfen bis zu den schon fast ausgestorbenen Kampfläufern. Im Herbst und im Frühling beherrschen jedoch die gewaltigen Trupps der Kraniche das Bild, von denen die meisten in Skandinavien und dem Baltikum brüten. Sie suchen hier Stärkung vor dem großen Zug in ihr südwestliches Winterquartier oder auf dem Rückweg gen Norden. Rund 40.000 Kraniche sammeln sich am Bodden – ein beeindruckendes Schauspiel. Zeitgleich werben im Darßer Wald die Rothirsche um die Weibchen – ihr tiefes Röhren vermischt sich mit dem Rauschen der Wellen und den heiseren Rufen der Kraniche. Zu dieser Zeit gelingt es sogar, die brunftenden Tiere direkt vor der Kulisse der Ostseewellen zu beobachten.
Menschen leben schon seit Jahrhunderten in dieser Landschaft, und einige Landschaftsformen, wie etwa die Salzwiesen auf den Boddeninseln, bleiben nur durch sie erhalten: Hätten sie nicht seit Jahrhunderten hier Heu gemäht und würden sie heute ihre Rinder im Sommer nicht auf die Inseln treiben, wären die kleinen Erhebungen im Boddenwasser längst von höheren Pflanzen überwuchert – und damit für Vogelarten wie den Kampfläufer verloren. In einer Landschaft von so großer Schönheit beschränkt sich die menschliche Präsenz heute aber nicht mehr auf die Bewohner der kleinen Ortschaften.
Hunderttausende Touristen strömen jeden Sommer an die paradiesischen Strände und bedrohen damit gerade das, was sie hier suchen: die unberührte Natur.
NDR Fernsehen, 11:30 – 12:15 Uhr
Donnerstag, 17. Mai (Christi Himmelfahrt)
Meine Kindheit an der Ostsee
Film von Anika Giese und Claudia Wallbrecht
Sommer, Sonne, Strand: Die Ostsee steht für viele Norddeutsche vor allen Dingen für Urlaubsspaß. Wer hier aufwachsen durfte, ist zu beneiden. Doch viele Ostseekinder der 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahre haben auch erlebt, dass ihr Strand militärisches Sperrgebiet war. Hinter dem Meer ging es für sie nicht mehr weiter.
Die Reise in diese Vergangenheit führt von Greifswald über Rügen und Rostock bis nach Eckernförde. Prominente und andere Norddeutsche erinnern sich in dieser Sendung an ihre Kindertage in DDR und BRD. Seltenes Archivmaterial und exklusive Privataufnahmen lassen diese Zeiten filmisch wieder lebendig werden.
Eines dieser Ostseekinder ist Cornelia Linse aus Greifswald, ehemalige Weltmeisterin im Rudern und Zweite bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau. Das „besondere Bootsgefühl“ hat sie bereits in ihrer Kindheit an der Ostsee entdeckt, „dieses leise Plätschern des Wassers gegen die Bootswand.“ Jahrelang trainierte die Jugendliche auf dem Fluss Ryck – immer bis zum Greifswalder Bodden und zurück.
Phoenix, 17:15 – 18:00 Uhr
Freitag, 18. Mai
die nordstory: Frühling im Norden. Thema unter anderem: Mecklenburg-Vorpommern – Frühjahrsputz auf dem Wasser
Magazin mit Birgit Schanzen.
Die Bootshausanlage am Schweriner See, an den Werderwiesen, ist die größte zusammenhängende Bootshausanlage Europas. Lange Holzbootshäuser stehen dicht beieinander, immer mit Ober- und Unterlieger für Boote, mit kleinem Zimmer, Küche, WC und einem kleinen Stück Garten davor. Im Frühling kribbeln den Bootshausbesitzern nicht nur die Finger, weil die Saison losgeht, auch die Anlage muss aus dem Winterschlaf geweckt werden. Alle Vereinsmitglieder schaffen und werkeln an den Wochenenden gemeinsam an den Häusern, Booten, Beeten. Das ist straff organisiertes Laubenpieper-Feeling auf und am Wasser mit allem, was dazu gehört.
NDR Fernsehen, 20:15 – 21:15 Uhr
Samstag, 19. Mai
Zauberhafte Heimat – Gunther Emmerlich zu Gast auf Usedom
Magazin.
Musikalische Gäste der Sendung: Geschwister Hofmann, Die Vikinger, Lisa Del Bo, Olaf Berger, Monika Martin, Truck Stop, MDR Deutsches Fernsehballett.
hr-fernsehen, 15:45 – 16:30 Uhr
Sonntag, 20. Mai
SonntagAbend: Die deutsche Ostseeküste entdecken
Moderation: Markus Brock.
Die deutsche Ostseeküste bietet unberührte Natur, kilometerlange Strände und atemberaubende Steilküsten zwischen Flensburg im Norden und Ahlbeck an der deutsch-polnischen Grenze. Dazu reihen sich Bäderpracht und historische Hansestädte wie Lübeck, Stralsund und Rostock gleich einer Perlenschnur an der Küste entlang. Davor die Inseln Rügen, Hiddensee, Usedom, und hinter der Küste die Holsteinische Schweiz und Mecklenburg-Vorpommern voller prächtiger Guts- und Herrenhäuser, Klöster und Residenzen.
Markus Brock entdeckt diese vielfältige Urlaubsregion mit einheimischen Experten auf sehr persönliche Weise: die Schauspielerin Saskia Valencia erzählt von ihrer Kindheit am Warnemünder Strand und im Plattenbau, Helmuth Freiherr von Maltzahn baut nach der Wende sein Familienschloss in Mecklenburg wieder auf.
SWR Fernsehen, 20:15 – 21:45 Uhr
Dienstag, 22. Mai
Eisenbahnromantik: Usedomer Bäderbahn
Moderation: Hagen von Ortloff.
Mitte der neunziger Jahre war es nicht gut bestellt um die Usedomer Bäderbahn, die damals noch nicht so hieß und mehr oder weniger ein Schattendasein fristete. Man reiste mit dem Auto, und die Bahn schien ein Relikt aus vergangenen Tagen. Doch der Schatz wurde gehoben: Schließlich ist die Bahn immer noch ein wichtiges Transportmittel auf der Insel. Wenn man es pflegt, erneuert und das Angebot ausweitet, dann finden sich auch ausreichend Fahrgäste ein. So wurde aus einem Stilllegungskandidaten ein blühendes Unternehmen, das nicht nur auf der Insel unverzichtbar geworden ist. Unterdessen unterhält die Bäderbahn noch weitere Strecken an der Ostseeküste. Das Stammnetz wurde über die Staatsgrenze nach Polen verlängert – ein weiterer Beweis dafür, dass auch Nebenbahnen erfolgreich sein können.
hr-fernsehen, 14:00 – 14:30 Uhr
Dienstag, 29. Mai
Die Ostseeinsel Rügen
Film von Dieter Wieland.
BR-alpha, 23:00 – 23:45 Uhr