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Monatsarchiv für Februar 2008

Neue Bäderregelung – Chancen statt Verpflichtungen

Donnerstag, den 28. Februar 2008

Die neue Bäder- und Fremdenverkehrsregelung Mecklenburg-Vorpommerns gewährt auf Grundlage des Ladenöffnungsgesetzes fortan auch touristisch relevanten Ausflugsorten und Ortsteilen ohne Kur- bzw. Erholungsortstatus mehr Handlungsfreiheit.
„Damit sind gute Chancen für den Tourismus und den Einzelhandel verbunden“, begründete Geschäftsführer des Tourismusverbands Mecklenburg-Vorpommern Bernd Fischer die Maßnahme. Gemessen an internationalen Standards sei der Beschluss notwendig gewesen. „Im harten touristischen Wettbewerb ist dies ein gutes Argument. An Sonntagen geöffnete Geschäfte kennen Touristen aus anderen Ländern, und sie erwarten diese auch bei Ihrem Ostseeurlaub im modernen Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern“, erläuterte Fischer.
Mit circa 1,5 Milliarden Euro beträgt die touristische Kaufkraft bereits über zwanzig Prozent des Jahresumsatzes. Aufgrund der Initiative wird eine weitere Umsatzsteigerung im Einzelhandel erwartet. Fischer betonte das Potential der neuen Bäderregelung entgegen etwaiger Verpflichtungen. „Wenn die Chancen sinnvoll und mit dem richtigen Maß genutzt werden“, so Fischer, „können von der Bäderregelung Touristen, Händler und Angestellte zugleich profitieren“.

Seehundstation öffnet im März für Wissenschaft und Publikum

Donnerstag, den 21. Februar 2008

In Kürze wird Yachthafen Hohe Düne in Warnemünde nicht mehr ausschließlich als Attraktion für Segelfreunde wirken, sondern erhält zudem Europas größte Robbenhaltungsanlage.
Von der Arbeitsgruppe Prof. Dr. Guido Dehnhardts vom Institut für Biowissenschaften der Universität Rostock initiiert, beziehen vorerst acht männliche Seehunde aus dem Kölner Zoo an diesem außergewöhnlichen Forschungsstandort an der südlichen Ostseeküste Revier und werden sowohl der Wissenschaft als auch der Öffentlichkeit zur Beobachtung stehen.
Insgesamt bietet das „Meeressäuger Forschungs- und Informationszentrum“ auf einem Areal von 60 mal 40 Metern Platz für maximal 15 Robben. Seehunde in artgerechtem Lebensraum vereint mit den zu verfolgenden wissenschaftlichen Langzeitexperimenten zur Sinneswahrnehmung und Unterwasserorientierung der Tiere sowie spezielle Besucherprogramme gewähren Gästen des Yachthafen und des hiesigen Hotels Yachthafenresidenz Hohe Düne unvergessliche Eindrücke. „Für Rostock und Mecklenburg-Vorpommern ist dies aus wissenschaftlicher und touristischer Perspektive ein ungeheuer interessantes Projekt“, bekräftigte der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Bernd Fischer. Gegenwärtig wird ein ehemaliges Fahrgastschiff zum Institutsgebäude umfunktioniert, dessen Sonnendeck als Besucherplattform dienen wird. Insbesondere unterstützt von der Volkswagen Stiftung, sollen die Einnahmen des Zentrums zukünftig die Wissenschaft fördern.

Rügens Kreideküste schwindet

Mittwoch, den 13. Februar 2008

Was vor 60 bis 70 Millionen Jahren aus Kalkskeletten entstand und sich letztlich durchschnittlich 90 Meter mächtig und bis zu 119 Meter hoch (Königsstuhl) als Kreidefelsen auf den rügenschen Halbinseln Wittow und Jasmund formierte, bricht zusehends in die Vergangenheit ab.

Waren im Februar 2005 rund 50.000 Kubikmeter der berühmten Wissower Klinken betroffen, so verabschiedeten sich bei den jüngsten Steilküstenabbrüchen im Januar 2008 weitere 1.600 Kubikmeter Kreide- und Gesteinsmassen im Nationalpark Jasmund.
Wiederum geschmälert zeigt sich die Jaromarsburg, welche seit dem 12. Jahrhundert bereits zwei Drittel ihres Ursprungs einbüßte. Östlicher Sporn mit Teilen des verfüllten inneren Wallgrabens der Burg sowie den Weg über der Steilküste seien laut Heide Großnick, ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete, verloren. „Nach den Uferabbrüchen vor Weihnachten war der Wallgraben, in dem viele Überreste aus der Slawenzeit vermutet werden, von See aus im Profil zu sehen“, erinnert sie sich. „Dieser Abschnitt ist jetzt komplett abgestürzt, was darin zu finden gewesen wäre, kann man jetzt nicht mehr bergen.“

Die seit Jahren stattfindenden Abbrüche im Nordosten der Insel Rügen dokumentiert eine Informationstafel am Kap Arkona. „Derzeit ist das Gelände aus Sicherheitsgründen gesperrt“, gibt Andreas Heinemann, Chef der Freiwilligen Feuerwehr in Putgarten, bekannt.
Zur Ursache jener Naturgewalten befragt, erläutert Karsten Schütze vom Geologischen Dienst des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Güstrow: „Wir hatten hier 2007 vor allem im Jasmund viel mehr Niederschläge als sonst. Es hat im Sommer stark geregnet. Das Wasser versickert, stößt auf wasserstauende Schichten und macht das Kliff irgendwann instabil. Dazu kommt Frost, der das Wasser im Boden gefrieren und sich ausdehnen lässt, mit zerstörerischer Wirkung. Mit der Auftauperiode zu Beginn des Frühjahrs rechnen wir verstärkt mit Abbrüchen.“

Von 354 Kilometern mecklenburg-vorpommerischer Außenküste gelten 70 Prozent als gefährdet, darunter Steilküstenabschnitte wie die Stoltera bei Warnemünde, der Hiddenseer Dornbusch, Klütz-Höved bei Wismar, das Hohe Ufer (Fischland-Darss-Zingst), der Streckelsberg (Usedom) und die Granitz (Rügen). Die Wittower und Jasmunder Kreidekliffs selbst verringern sich jährlich um bis zu 30 Zentimeter. Dr. Michael Weigelt von der Nationalparkverwaltung warnt deshalb: „Gehen Sie nicht zu dicht an den Rand der Steilküste.“ Aufgrund von möglicherweise löslichen Gesteinsbrocken sei es am Strand nicht minder gefährlich. „Wer den Strand betritt, tut dies auf eigene Gefahr.“

Skikurs in Mecklenburg-Vorpommern

Montag, den 4. Februar 2008

Sie wünschen sich eine Skitour mit der ganzen Familie auf den Gletschern Europas doch Ihre Kleinen sind noch etwas wackelig auf den Brettern? Mecklenburg-Vorpommern beweist sich nicht nur als Topadresse für Ostseeurlaub, Strandurlauber und Naturliebhaber.
Selbst einen Hauch Wintersport versprüht dieses vielseitige Ferienland. Ihre Kinder werden von der Erlebnisskihalle bei Wittenburg beigeistert sein!
Für Ski- bzw. Snowboardnovizen weit weniger furchteinflößend als manch ein Alpenabhang, lehrt das Feriencamp des Snow Funparks Kindern und Jugendlichen in den Winterferien den beliebten Wintersport auf behutsame Weise, ehe sie sich enthusiastisch an jene Tausender wagen.
Die Gruppen von maximal acht Teilnehmern werden altersgerecht („Mini“: dreieinhalb bis sechs Jahre, „Kids“: sieben bis zwölf Jahre und „Juniors“: dreizehn bis sechzehn Jahre) und entsprechend des jeweiligen Könnens drei Tage lang in die Techniken des Skifahrens oder Snowboardens eingeführt. Für die nötigen Schneeverhältnisse ist natürlich gesorgt. Auf dem Lehrplan stehen neben Instruktionen im Schnee ebenfalls ein aufregendes Finalrennen.