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Archiv der Kategorie ‘Urlaubsregionen‘

Tipps für den Urlaub an der Müritz

Montag, den 18. Februar 2013

Die Müritz bei Rechlin

Das Urlaubsangebot für Müritzer Gäste ist vielfältig und äußerst abwechslungsreich – und auch im Jahre 2013 lädt die Müritz als Urlaubsziel.
So kann die romantische Umgebung, die von Arkaden und Eichen, Kastanien und Linden dominiert wird, mit dem Fahrrad erkundet werden. Viele dafür angelegte Radwege führen durch die urtümlich erhaltene Kulturlandschaft, deren sauberes Wasser und vielfältige Landschaftsgestaltung weit über ihre Grenzen hinaus Bewunderung genießt. Auch für Wanderungen geeignet ist der Müritz-Radrundweg. Mit einer Länge von etwa 110 Kilometern führt er von Waren am Ostufer der Müritz durch den Müritz-Nationalpark über Schwarzhof bis nach Rechlin. Weitere von sportlich motivierten Urlaubern bevorzugte Routen sind der PlauerSee-Radrundweg sowie der TollenseSee-Radrundweg.

Alternativ zu einer Urlaubsunterkunft im Hotel oder Wellnesshotel (Angebote für ein Wellness-Wochenende an der Müritz finden Sie z.B. hier, noch mehr Wellness-Angebote auch hier), einer Pension oder auch einem Ferienhaus kann der Besucher an der Müritz auch campen. Mit dem Campingwagen oder dem Caravan kann der Aufenthalt am See ein attraktives und wirklich naturnahes Freizeitabenteuer werden. Alle Campingplätze sind im Grünen angesiedelt und häufig ist es vom Wagen aus nur ein Katzensprung ins erfrischende Wasser der Müritz. Auch die Ausstattung der meisten Campingplätze ist vorzüglich. Wählen kann der Urlauber aus den Campingplatzangeboten unter anderem den Campingplatz C 16 Boek, Rechlin, der Camping Himmelpfort GmbH, dem Forsthof Schwarz oder auch der Kanustation Mirow. Zu Campingvorbereitung kann man ja mal im Onlineshop www.bergzeit.de stöbern – dort findet man passende Zelte und weitere notwendige Utesnilien.

Für Freunde des Angelns ist die Müritz ein wahres Paradies. Auf einer Fläche von etwa 115 Quadratkilometern können Petrijünger Barsche, Karpfen, Aale oder auch Zander fischen. Als Geheimtipp können die Steinbänke der Müritz verstanden werden. Hier wurde schon der ein oder andere große Hecht aus dem Wasser gezogen. Nicht unterschätzt werden sollte allerdings die Tiefe des in der letzten Eiszeit entstandenen Gewässers. Gäste sollten sich vor Beginn einer Angeltour auch über die jeweilige Wetterlage informieren, da die Windverhältnisse auf dem See sehr schnell umschlagen können.

Großer Beliebtheit erfreuen sich die auch für Familieausflüge geeigneten Kanufahrten. Zwei traumhafte Gewässerstrecken führen durch den Müritz Nationalpark, die das Wasserwandern mit Kanu und Kajak zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen. Einzigartigkeiten und Vielfalt von Flora und Fauna treten zutage, die andernorts nicht mehr gefunden werden können. Da der Betrieb von Motorbooten – mit Ausnahme einiger Fischereiboote – verboten ist, kann der See in abgeschiedener Romantik überquert werden. Das Schlagen der Wellen und das Rauschen des Windes versetzen den Besucher in eine Welt des Wohlgefühls und der Erholung. Verstärkt wird dieses Gefühl durch Vogelstimmen wie beispielsweise von Möwen, Eisvögeln, Fluss-Seeschwalben und Fischadlern. Unterwegs treffen die Kanu- und Kajakfahrer auf Rast- und Einkehrmöglichkeiten, die traditionell auch geräucherten Fisch anbieten. Ein sehenswertes Naturschauspiel im Müritz Nationalpark ist die Kranichrast. Auf dem Weg in die südlichen Winterquartiere machen tausende von Kranichen hier Station. Eine nahe gelegene Unterkunft finden Interessiert im gleichnamigen Hotel vor Ort.

Für Theaterfreunde kann ein Besuch des Schauspiels ‚Die Müritz Saga’ zu einem kulturellen Leckerbissen werden. Die Inszenierung führt den Zuschauer unter anderem in die Vergangenheit der Region Müritz. Historische Bühnenbilder und Kostüme werden dem Betrachter ebenso vor Augen und Ohren geführt wie Reiterei und Musik. Die Geschichte behandelt die Zeit nach dem dreißigjährigen Krieg und erzählt von der Pest, von Brandschatzungen und Plünderungen sowie dem Kampf der Großgrundbesitzer um ihr Land und die grausame Zeit der Hexenverfolgung.
Für einen gelungenen Urlaub ist eine gewisse Planung im Vorfeld unerlässlich. Online kann die Buchung des gewählten Urlaubdomizils erfolgen, ebenso sind auf diesem Wege Wanderkarten, Wanderführer und spezielle Infopakete erhältlich. So gerüstet steht einem Traumurlaub in Müritz nichts mehr im Wege.

Rügens Kreideküste schwindet

Mittwoch, den 13. Februar 2008

Was vor 60 bis 70 Millionen Jahren aus Kalkskeletten entstand und sich letztlich durchschnittlich 90 Meter mächtig und bis zu 119 Meter hoch (Königsstuhl) als Kreidefelsen auf den rügenschen Halbinseln Wittow und Jasmund formierte, bricht zusehends in die Vergangenheit ab.

Waren im Februar 2005 rund 50.000 Kubikmeter der berühmten Wissower Klinken betroffen, so verabschiedeten sich bei den jüngsten Steilküstenabbrüchen im Januar 2008 weitere 1.600 Kubikmeter Kreide- und Gesteinsmassen im Nationalpark Jasmund.
Wiederum geschmälert zeigt sich die Jaromarsburg, welche seit dem 12. Jahrhundert bereits zwei Drittel ihres Ursprungs einbüßte. Östlicher Sporn mit Teilen des verfüllten inneren Wallgrabens der Burg sowie den Weg über der Steilküste seien laut Heide Großnick, ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete, verloren. „Nach den Uferabbrüchen vor Weihnachten war der Wallgraben, in dem viele Überreste aus der Slawenzeit vermutet werden, von See aus im Profil zu sehen“, erinnert sie sich. „Dieser Abschnitt ist jetzt komplett abgestürzt, was darin zu finden gewesen wäre, kann man jetzt nicht mehr bergen.“

Die seit Jahren stattfindenden Abbrüche im Nordosten der Insel Rügen dokumentiert eine Informationstafel am Kap Arkona. „Derzeit ist das Gelände aus Sicherheitsgründen gesperrt“, gibt Andreas Heinemann, Chef der Freiwilligen Feuerwehr in Putgarten, bekannt.
Zur Ursache jener Naturgewalten befragt, erläutert Karsten Schütze vom Geologischen Dienst des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Güstrow: „Wir hatten hier 2007 vor allem im Jasmund viel mehr Niederschläge als sonst. Es hat im Sommer stark geregnet. Das Wasser versickert, stößt auf wasserstauende Schichten und macht das Kliff irgendwann instabil. Dazu kommt Frost, der das Wasser im Boden gefrieren und sich ausdehnen lässt, mit zerstörerischer Wirkung. Mit der Auftauperiode zu Beginn des Frühjahrs rechnen wir verstärkt mit Abbrüchen.“

Von 354 Kilometern mecklenburg-vorpommerischer Außenküste gelten 70 Prozent als gefährdet, darunter Steilküstenabschnitte wie die Stoltera bei Warnemünde, der Hiddenseer Dornbusch, Klütz-Höved bei Wismar, das Hohe Ufer (Fischland-Darss-Zingst), der Streckelsberg (Usedom) und die Granitz (Rügen). Die Wittower und Jasmunder Kreidekliffs selbst verringern sich jährlich um bis zu 30 Zentimeter. Dr. Michael Weigelt von der Nationalparkverwaltung warnt deshalb: „Gehen Sie nicht zu dicht an den Rand der Steilküste.“ Aufgrund von möglicherweise löslichen Gesteinsbrocken sei es am Strand nicht minder gefährlich. „Wer den Strand betritt, tut dies auf eigene Gefahr.“