2008 September | Blog Ostseeurlaub & Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern
Urlaub in MVUrlaub in MVUrlaub in MV

Monatsarchiv für September 2008

Urlaub in MV zunehmend familiengerechter

Donnerstag, den 25. September 2008

„Familienfreundlicher Urlaub“ – dieses Gütesiegel des Landestourismusverbundes tragen 81 Orte, Unterkünfte, Gastronomie- und Freizeiteinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern.
Qualifizierten sich im Rahmen des 2005 initiierten Wettbewerbs für familienfreundlichen Urlaub 49 Einrichtungen, konnten diesjährig auf Grundlage des neuen Qualitätsmanagements bereits rund 60 Prozent mehr Einrichtungen zertifiziert werden. „Es war sinnvoll, den Wettbewerb in einen dauerhaften Prozess zu überführen. Das gute Ergebnis zeigt: Mecklenburg-Vorpommern bietet eine immer bessere Qualität für Familienurlaub an“, schlussfolgert Mathias Löttge, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

Unabhängige Tests wie anonyme Anfragen per Telefon oder Internet sowie Vor-Ort-Tests, bei denen die Familienfreundlichkeit gemäß eines Kriterienkataloges bewertet wird, bilden die Waagschalen für die jeweils dreijährige Siegelverleihung. So müssen Hotels in Mecklenburg-Vorpommern speziell ausgewiesene Familienangebote, familiengerechte Zimmer mit Verbindungstür, besondere Speisen- und Getränkeangebote, einen hauseigenen Spielplatz sowie die Möglichkeit Babysitter zu stellen oder zu vermitteln, garantieren.
Zukünftig können sich jedes Jahr weitere Einrichtungen der Qualitätsprüfung (erneut) unterziehen. „Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den beliebtesten Familienreisezielen in Deutschland. Das Siegel soll beim Ausbau dieser guten Position helfen. Es setzt einheitliche Standards für familienfreundliche Angebote. Und der Gast weiß: Wo ihn der kleine Fisch Gustav am Eingang empfängt, sind Familien gern gesehen.“, so Jürgen Seidel, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus.

Laut Mathias Löttge sei ein schärferes Profil als Familienland unter anderem deshalb wichtig, „weil es in Zukunft gilt, Familien anzusprechen, die ihren Urlaub bislang am Mittelmeer verbracht haben.“ Nach Aussagen der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen entscheiden sich insbesondere Familien mit kleineren Kindern aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Brandenburg und Berlin für einen Inlandsurlaub zwischen Ostseeküste und Seenplatte.
„Wichtig ist aber, den Familien ein Angebot zu machen, das ihren Vorstellungen und Erfahrungen entspricht“, erklärt Löttge. Weitere familiengerechte Hotels, All-inclusive-Angebote, attraktive Urlaubspakete, gezielte Betreuungsleistungen und der Verzicht auf die Kurtaxe für Kinder und Jugendliche zählen zu den denkbaren Initiativen.
Im gastronomischen Bereich entwickelt der Tourismusverband in Zusammenarbeit mit dem Dehoga-Landesverband zudem eine Muster-Speisekarte für gesunde und kindgerechte Speisen und Getränke.

Die aktuelle Gästebefragung des Tourismusverbandes repräsentiert die durchschnittliche Gästezufriedenheit mit einer Note von 1,7. Vier von fünf Familien planen wiederzukommen, während hinsichtlich der Landschaft und des Badeangebots beinahe einheitlicher Zuspruch herrscht. Potential sehen viele Gäste hingegen beim Schlechtwetterangebot und beim Preis-Leistungs-Verhältnis.

Landtourismus immer populärer und professioneller

Freitag, den 5. September 2008

Urlaub auf dem Land gewinnt unter den Touristen in Mecklenburg-Vorpommern wachsenden Zuspruch. Rund 6.500 Betten von 330 Anbietern ermöglichen eine Gästeübernachtungsquote von bis zu zwei Millionen pro Jahr. Die durchschnittliche Bettenauslastung betrug im Vorjahr bereits 150 Tage.
Beispielhaft für den gegenwärtigen Trend ist das Landgut Lischow im Kreis Nordwestmecklenburg. Die 50 Gästebetten auf dem Reithof bescheren dem rund 600 Hektar großen Wiedereinrichter-Betrieb eine beachtliche zusätzliche Einnahmequelle.
Den Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutschland (Berlin) zufolge stellen derzeit bundesweit 25.000 Landwirte gleichzeitig Ferienunterkünfte. Somit macht sich jeder 14. Bauer neben der Landwirtschaft auch im Tourismus verdient. Knapp fünfzig Prozent dieser Höfe beziehen mehr als ein Viertel ihres Gesamteinkommens aus dem Fremdenverkehr.
Dabei sei derzeit eine tiefgreifende Qualitätsbesserung zu verzeichnen, stellt Frank Wetterich, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft, fest. „Die Gäste werden immer anspruchsvoller.“