2009 Februar | Blog Ostseeurlaub & Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern
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Monatsarchiv für Februar 2009

Überwältigendes Interesse auf der Reise-Messe in Hannover

Montag, den 23. Februar 2009

Gleich ein ganzes Heer an Ausstellern aus Mecklenburg-Vorpommern zog in diesem Jahr zur ReiseZeit-Messe nach Hannover. Mit im Gepäck Usedoms Bernsteinprinzessin sowie Kataloge der Ostseebäder, präsentierte sich die touristische Delegation aus dem Nordosten seit dem 31. Januar bis zum 8. Februar mit 27 Ausstellern um ein Viertel stärker als im Vorjahr.
Neben der amtierenden Usedomer „Adeligkeit“, Bernsteinprinzessin Wenke Zastrau aus Zempin, die als blau bekleideter Blickfang um die Besuchergunst warb, standen außerdem sechs Touristiker von der Hotelfachfrau bis zum Kurdirektor den potentiellen Urlaubern Rede und Antwort.
„Der Andrang war groß“, bestätigte Bastian Baltzer, zuständig für Marketing bei der Usedom Tourismus GmbH, den Erfolg der Werbeinitiative. Sowohl die Insel Usedom als auch die Insel Poel komme bei den Niedersachsen gut an. „Es läuft noch besser als 2008“, kommentierte Kurdirektor Markus Frick. „Um für Kurz- und Wochenendreisen im Umkreis bis zu 300 Kilometern zu werben, macht das Sinn.“ Laut Frick bilden die niedersächsischen und nordrhein-westfälischen Gäste inzwischen die größte Urlaubergruppe auf der Insel Poel. Die Inselkurverwaltung tritt als Team mit Graal-Müritz und Boltenhagen auf.
Bereits am zweiten Messetag übertraf das Interesse der Besucher für das westlichste Ostseeheilbad an der mecklenburgischen Küste, Boltenhagen, sogar den Katalog-Vorrat. Unabhängig vom Kapazitätsdilemma der Nachbarn zog Direktor Christian Schmidt vom Boltenhagener Seehotel Großherzog von Mecklenburg mit seinem Stand von vornherein einen Soloauftritt vor. „Ich habe als gehobenes Haus mit Biozertifikat ein Alleinstellungsmerkmal“, rechtfertigte Schmidt seine Mission. Die gemeinsame Präsentation mit Kurdirektoren hielt der Hotelmanager für wenig sinnvoll.
Auch Kühlungsborn werbe seit Jahren mit exzellenten Ergebnissen in Hannover, resümierte Peter Brauer, Geschäftsführer der Touristik-Service-GmbH. Mit 15 Prozent Urlauberanteil seien die Niedersachsen auch hier seit Jahren eine der bedeutendsten Gruppen. Landesweit stammt gemäß der Erhebungen des Tourismusverbandes von 2008 jeder zehnte Gast aus Niedersachsen.

MV auf Eroberungszug in Baden-Württemberg

Freitag, den 13. Februar 2009

Eine groß angelegte Marketing-Kampagne soll Baden-Württemberg für die Reisedestination Mecklenburg-Vorpommern gewinnen und zum Beispiel zu einem Ostsee Kurzurlaub animieren.
In Kooperation mit verschiedenen Partnern aus der Wirtschaft startete der Tourismusverband des Landes für das erste Quartal dieses Jahres eine gezielte Werbeaktion im Südwesten Deutschlands. Nahezu fünfzig Prozent des knapp 400.000 Euro schweren Leistungspaketes stammen von den beteiligten Unternehmen. Als stärkste Investoren erweisen sich dabei der Reiseveranstalter Hegenloh/Derpart sowie die Fluggesellschaft Germanwings, welche ab Ende März zwischen Stuttgart und Rostock verkehrt. Auch TUI, deren Ketten Iberotel und Dorfhotel in Mecklenburg-Vorpommern vertreten sind, als auch die Bundesgartenschau 2009 und der Flughafen Rostock-Laage steuern finanzielle Mittel für die Initiative bei.
„Ein geballtes Auftreten mit starken Partnern ist der Weg der Zukunft, um sich bestimmte Märkte und Regionen gezielt zu erschließen“, verspricht Bernd Fischer, Geschäftsführer des Landestourismusverbandes. Die Rolle der einzelnen Marketing-Partner soll der zu erwartenden zunehmenden Auslastung dienen.
Einen bleibenden Eindruck bei 50 geladenen Mitarbeitern baden-württembergischer Reisebüros hinterließ das Tourismusland bereits am 19. Januar während des Mecklenburg-Vorpommern-Abendes in Stuttgart. Unter der Schirmherrschaft des Wirtschafts- und Tourismusministers Jürgen Seidel konnten sich am Folgetag 25 Journalisten bei einer PR-Lounge mit Rundfunkspots, Pressereisen, Anzeigen und Reiseangeboten aus dem Internet vertraut machen. „Die Baden-Württemberger sind eine ungeheuer interessante Zielgruppe. Im Rahmen intensiven Kooperationsmarketings können wir die Aufmerksamkeit für das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern direkt vor Ort deutlich erhöhen“, kommentierte Jürgen Seidel die Veranstaltung.
Bisher verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern eine jährliche Übernachtungsquote von rund 200.000 Gästen aus Baden-Württemberg. Damit kamen jedes Jahr etwa 3,5 Prozent der Urlauber aus dem Südwesten Deutschlands. Laut seriöser Marktforschungsergebisse des Tourismusverbandees liegt das Potential jedoch weit höher. So sei ein Zuwachs von etwa 600.000 weiteren Touristen pro Jahr aus diesem Raum bis 2011 durchaus denkbar.
Insbesondere die Reisethemen Natururlaub in Mecklenburg-Vorpommern, Wellness in MV, Golf in Mecklenburg-Vorpommern und Kultur- & Städtereisen in Mecklenburg-Vorpommern können bei der Zielgruppe punkten. Die neue Flugverbindung Stuttgart-Rostock macht Mecklenburg-Vorpommern zudem für einen Kurzurlaub attraktiv.
Generell erhofft sich der Tourismusverband durch seine umfassenden touristischen Strategien die Schaffung konkreter Reiseanlässe. Eine hilfreiche Plattform für die Buchung von Flugverbindungen nach Mecklenburg-Vorpommern sowie spezieller Reiseangebotet stellt ferner die Internetseite www.FlyMV.de.
Eine weitere kooperative Marketing-Offensive richtet sich in diesem Jahr an die Schweiz. Als Alternative zur Anreise mit dem Pkw sollen potentielle Feriengäste für die Anreise per Nachtzug City-Night-Line ab Zürich und Basel bis nach Binz auf Rügen erwärmt werden als auch für die Flugverbindung der Gesellschaft OLT zwischen Zürich und Heringsdorf auf der Insel Usedom.

Spitzenwerte auf der Übernachtungsskala

Mittwoch, den 11. Februar 2009

Rund 27,5 Millionen Übernachtungen küren das Jahr 2008 zum bisher erfolgreichsten Jahr in der Tourismus-Geschichte des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Wurde bereits 2007 ein Rekordwert von 26,3 Millionen Übernachtungen erreicht, erhöhte sich die Bettenauslastung im vergangenen Jahr um weitere vier Prozent. Damit stellt Mecklenburg-Vorpommern die übrigen deutschen Flächenländer deutlich in den Schatten.
Als besonders beliebte Urlaubsregionen erwiesen sich erfahrungsgemäß die Städte und Regionen an der Ostseeküste, darunter vor allem die Inseln Rügen und Usedom, die Mecklenburgische Ostseeküste und die Weltkulturerbe-Stadt Stralsund.
Doch auch das Landesinnere konnte einen Zugewinn für sich verbuchen. So fielen die Übernachtungszahlen im Raum Mecklenburg-Schwerin für 2008 sogar noch höher aus als im ohnehin boomenden G8-Jahr 2007. T
rotz des verhältnismäßig schwächeren Fremdenverkehrs im Binnenland verzeichnete die Region Westmecklenburg dennoch einen Anstieg der Übernachtungsquote um 4,4 Prozent.
Hinsichtlich der touristischen Unterkünfte profitierten alle Einrichtungen wie etwa Hotels und Reha-Kliniken. Einen besonders hohen Zuspruch erhielten zudem die regionalen Campingplätze in Mecklenburg-Vorpommern. Hier lag das Übernachtungsplus im zweistelligen Bereich. Laut Statistik verbringt jeder sechste deutsche Camper seinen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern.
Auch beim Anteil ausländischer Feriengäste konnte 2008 eine positive Bilanz für den Zeitraum Januar bis September gezogen werden. Mit 100.000 zusätzlichen Übernachtungen knackte das Bettenbarometer die 850.000-Marke. Der Zuwachs von gut 13 Prozent lässt Mecklenburg-Vorpommern im bundesdeutschen Vergleich auch in diesem Punkt an vorderster Stelle antreten. Bereits für das Jahr 2010 rechnen Experten mit einer Million Übernachtungen von ausländischen Gäste.

Dreifache Pflanzaktion lässt Klimawälder weiter wachsen

Donnerstag, den 5. Februar 2009

Zahlreiche Waldaktionäre fanden sich am 11. Oktober letzten Jahres in dreien der insgesamt fünf vom Landesforstamt Mecklenburg-Vorpommern ausgewiesenen Klimawälder zum Baumpflanzen zusammen. Aus Erlösen der Waldaktie pflanzten etwa 150 umweltbewusste Einheimische, Touristen, Reisejournalisten und Sponsoren gleichzeitig Bäume auf Rügen, Fischland-Darß-Zingst und in der Mecklenburgischen Seenplatte.
„Die Waldaktie ist zu einem Erfolgsprojekt geworden, das sowohl bei Waldaktienbesitzern als auch in der kritischen Öffentlichkeit Anklang findet“, äußerte sich Mathias Löttge, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, im Rahmen der dritten und bis dato größten Pflanzaktion. Damit füge sich das gemeinsame Projekt des Tourismusverbandes, des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz und der Landesforstanstalt gut ins natürliche Erscheinungsbild des Urlaubslandes ein.
Zentraler Veranstaltungsort war der Klimawald bei Glowe auf der Insel Rügen, wo ab 11:00 Uhr rund 300 Bäume in die Erde gebracht wurden. Auf 2,5 Hektar soll hier ein Mischwald aus insgesamt 2.500 Stieleichen und Gemeinen Kiefern wachsen. Anlässlich dieser Pflanzungen kreierte der Kettensägenkünstler Gerd-Roland Schielke ein Waldtier aus Holz, welches vor Ort zugunsten des Projektes Waldaktie versteigert werden soll.
Ein zweiter Mischwald entsteht auf einer Erstaufforstungsfläche von 1,1 Hektar im neuen Klimawaldgebiet auf der Insel Fischland-Darß-Zingst. In Schuenhagen in der Nähe von Velgast wurden dazu ab 15:00 Uhr die ersten 500 Edelbaumarten wie Vogelkirsche gepflanzt. Kulturelles Highlight des Events war die Präsentation eines circa ein Kubikmeter großen Klimawürfels aus massivem Eichenholz des Künstlers Max Barske aus Pruchten.
Weitere Pflanzungen fanden im Klimawald bei Mirow in der Mecklenburgischen Seenplatte statt. Unweit von Zirtow kamen 1.600 Roterlen auf insgesamt 2,8 Hektar Klimawald in die Erde. Als Programmteil der Wildwochen werden am 25. Oktober 2008 auch im Koserower Klimawald auf der Insel Usedom Bäume gepflanzt. Nahe der Waldfläche treffen sich Teilnehmer beim Forsthaus Damerow. Im Anschluss an die Veranstaltung wird zum Wildschweinessen im Forsthaus geladen.
Insgesamt 10,7 Hektar kommen in den fünf Klimawäldern Mecklenburg-Vorpommerns für die Aufforstung in Frage. Bereits 4.600 Waldaktien konnten bisher verkauft werden. Das Entgeld von jeweils zehn Euro soll die Aufforstung des vergleichsweise waldarmen Landes ermöglichen, um die tourismusbedingten Kohlendioxid-Emissionen auszugleichen. Die Pflanzungen im Klimawald bei Neustrelitz sind derweil bereits abgeschlossen. Waldaktien können direkt bei allen Pflanzaktionen vor Ort oder im Internet unter www.waldaktie.de gekauft werden. Wegbeschreibungen zu den Klimawäldern gibt es unter www.waldaktie.de.