2009 September | Blog Ostseeurlaub & Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern
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Monatsarchiv für September 2009

Blütezeit statt Krisenstimmung: MV fährt touristischen Rekordkurs

Mittwoch, den 30. September 2009

Der Finanzkrise zum Trotz verzeichnet das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern im bundesdeutschen Vergleich die höchsten Übernachtungszuwächse. Entgegen der restdeutschen Bilanz kletterte das nordöstliche Bettenbarometer im ersten Jahreshalbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent.
Während die meisten deutschen Ferienregionen Einbußen von durchschnittlich minus zwei Prozent hinnehmen müssen, lag die durchschnittliche Bettenauslastung Mecklenburg-Vorpommerns im Juli und August bei gut 80 Prozent. Der leichte hochsommerliche Aufschwung in den beiden Kernmonaten knackte die Rekordmarke von 10,9 Millionen Übernachtungen. Das ergab eine Umfrage des Tourismusverbandes unter 620 touristischen Unternehmen. „Mit hohem Einsatz und guter Qualität hat die Branche den Erfolg förmlich erzwungen“, begründete Jürgen Seidel, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes, den positiven Trend. Knapp ein Viertel der Befragten gaben eine Steigerung der Bettenauslastung im Vergleich zu 2008 an, drei Viertel der Unternehmen erwarten die gleichen oder etwas bessere Umsatzzahlen, während die Hälfte der Befragten keine Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf das touristische Geschäft angibt. Nur ein Drittel bestätigt leicht negative Effekte der wirtschaftlichen Situation.
„Mecklenburg-Vorpommern ist eines derjenigen Bundesländer, die den Inlandstourismus durch die Krise tragen“, sagte die Landtags- und Tourismusverbandspräsidentin Sylvia Bretschneider. „Das Land hat Zuwächse erzielt, weil die Gewinne beim Erholungstourismus die Verluste in Bereichen wie dem Geschäftstourismus mehr als ausgeglichen haben“, erklärte Frau Bretschneider. Als eines der populärsten Ferienziele Deutschlands verbuchte Mecklenburg-Vorpommern einen beinahe konstanten Anstieg der Bettenanzahl um 1,1 Prozent. Nicht zuletzt aufgrund der diesjährigen Bundesgartenschau in Schwerin verzeichnet das mecklenburgische Landesinnere im Umkreis der Landeshauptstadt den stärksten Zuwachs. Der jüngsten Gästebefragung (Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus) unter mehr als 2.500 Teilnehmern zwischen Mai 2008 und April 2009 zufolge ernteten die Kriterien „Wiederbesuchsabsicht“ und „Gesamtzufriedenheit“ eine verbesserte Bewertung (jeweils Schulnote 1,7).
Zur Aufrechterhaltung der positiven Bilanz plant der Tourismusverband in Zusammenarbeit mit dem Tourismusministerium und mit touristischen Unternehmen aus dem Land für die kommenden Monate eine Marketing-Herbstkampagne mit dem Schwerpunkt Kurz- und Städtereisen, Wellness und Gesundheitsurlaub. „Damit und mit dem Marketing im Jahr 2010 wird es in erster Linie darum gehen, Neukunden aus Regionen und Ländern wie Baden-Württemberg, Bayern, der Schweiz und den Niederlanden zu gewinnen“, verriet Sylvia Bretschneider. „Um die Belange des Tourismus in der Ostsee-Region besser zu vertreten und die vorhandenen internationalen Entwicklungspotenziale stärker auszuschöpfen“ versicherte Jürgen Seidel zudem die weitere Konzentration auf die in Mecklenburg-Vorpommern initiierte Kampagne zur stärkeren touristischen Zusammenarbeit im Ostseeraum.

Ein Jahr Ozeaneum: Erwartete Besucherzahlen weit übertroffen

Montag, den 21. September 2009

Rund ein Jahr nach der sensationellen Eröffnung des Ozeaneum in der Hansestadt Stralsund, zieht die Museumsleitung Bilanz: „Wir haben bisher fast doppelt so viele Gäste gezählt, wie wir in dem Zeitraum erwartet hatten“, sagte der Geschäftsführer des Ozeaneum Stralsund GmbH, Dr. Harald Benke. Mit der jungen Familie Steffler/Burkhardt aus Thüringen, die ihren Sommerurlaub auf Rügen verbrachten, erkundete kürzlich der einmillionste Gast die einzigartigen Meereswelten.

Der im Juli 2008 eröffnete, neueste Standort des Deutschen Meeresmuseum führt seine Gäste auf eindrucksvolle Weise durch die nördlichen Weltmeere. Angesichts informativer Ausstellungen, kolossaler Aquarien und imposanter Walexponate reisen Besucher durch die Lebensräume des Nordatlantiks und des Polarmeers sowie der heimischen Gefilde Ostsee und Nordsee.
Dabei imponiert der größte vom Bund geförderte Museumsneubau unter anderem mit einem 2,6 Millionen Liter Wasser fassenden Schwarmfischbecken im Nordsee-Rundgang, dessen Panoramascheibe beachtliche 50 Quadratmeter misst. Neben den kleineren Becken – darunter das Nordsee-Tunnelaquarium „Helgoland“ und das Becken „Offener Atlantik“ sowie die Ostsee-Becken „Kreideküste, „Kattegatt“, „Stralsunder Hafenbecken“ und „Flussmündung“ – sorgt vor allem die Greenpeace-Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“ mit ihren originalgetreuen Walexponaten für Begeisterung. „Der Besucheransturm zeigt, dass die Präsentation der Kaltwassermeere durchaus ein heißer Urlaubstipp ist“, resümierte Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern.
Als dynamisches, in Europa einmaliges Museumskonzept um Innovationen bemüht, präsentiert das Ozeaneum hin und wieder auch neue Ausstellungen. So wurde der Bestand jüngst um eine Archäologievitrine zur Entwicklung der Stralsunder Hafeninsel und um zwei seltene Mondfische erweitert. Im kommenden Jahr sollen sodann die Bauarbeiten an einer 350 Quadratmeter großen Freiluft-Pinguinanlage auf der Dachterrasse neben der Ausstellung „Meer für Kinder“ beendet werden. Ferner können sich Gäste auf die Ausstellung „Erforschung und Nutzung der Meere“ freuen, die ebenfalls 2010 ihre Pforten öffnet.
In Kooperation mit dem Theater Vorpommern zudem ein fester Schauplatz für kulturelle Veranstaltungen, finden im Ozeaneum regelmäßig Konzerte in maritimer Kulisse statt.

Forschung trifft auf Tourismus: Robbenforschungsstation in Rostock-Warnemünde

Mittwoch, den 16. September 2009

Seit Juni 2009 gewährt die größte Robbenforschungsstation Europas Besuchern Einblick in das Leben dieser Säugetiere. Im Yachthafen Hohe Düne von Rostock-Warnemünde gelegen, umfasst die schwimmende Forschungsanlage ein Areal von 60 mal 40 Metern.
Besucher des Yachthafens und des angrenzenden Hotels Yachthafenresidenz Hohe Düne können die neun Robbenmännchen vom hiesigen Sonnendeck (täglich geöffnet von 10.00 bis 16.00 Uhr) aus beobachten als auch die Untersuchungen live verfolgen. Zudem finden Führungen am und im Wasser statt. „Für Rostock und Mecklenburg-Vorpommern ist dies aus wissenschaftlicher und touristischer Perspektive ein ungeheuer interessantes Projekt. Auf bislang einzigartige Weise werden in der schwimmenden Forschungsanlage Publikums- und Wissenschaftsinteresse vereint“, so Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes.
Bemerkenswert ist insbesondere die naturnahe Haltung der Seehunde in ihrem natürlichen Lebensraum, der Ostsee.
Nicht zuletzt befinden sich auch die Institutsräumlichkeiten auf dem schwimmenden Untergrund eines ehemaligen Fahrgastschiffes. Unter der Leitung von Professor Guido Dehnhard widmet sich ein Forschungsteam des Instituts für Biowissenschaften der Universität Rostock in Langzeitexperimenten der Sinneswahrnehmung und der Unterwasserorientierung der Tiere. Dehnhardt selbst befasst sich seit über zehn Jahren mit den Orientierungsmechanismen mariner Säugetiere und gilt in Wissenschaftskreisen als Spezialist auf diesem Gebiet.
Gäste, die sich für die unmittelbare Forschungsarbeit interessieren, können sich einer einstündigen Führung anschließen. Die Biologen informieren währenddessen über den Umgang mit den Seehunden und über deren Lebensweise sowie über die konkrete Forschungsarbeit. „Robben hautnah“ heißt ein weiteres touristisch orientiertes Angebot, welches Besuchern gestattet die Robben zu füttern und zu streicheln. Auf Tuchfühlung mit den faszinierenden Säugern geht es direkt im Wasser. Die Tauchbasis Dive Center Rostock unterstützt die Forschungsstation bei der Begegnung zwischen Mensch und Tier im Wasser (Anmeldungen und weitere Informationen unter www.msc-mv.de).
Vorwiegend von der Volkswagen Stiftung gefördert, sollen die im sogenannten „Meeressäuger Forschungs- und Informationszentrum“ erwirtschafteten Gelder des Projekts zukünftig der Wissenschaft dienen.

Frühaufsteher aufgepasst: Auf den Spuren der Kraniche und Rothirsche im Müritz-Nationalpark

Samstag, den 12. September 2009

„Die Könige des Ostufers“ – unter diesem Slogan machen sich zwischen dem 14. bis 26. September (außer sonntags) Naturfreunde auf die Fährte von Kranichen und Rothirschen im Müritz-Nationalpark.
Die Kranichrast und die Hirschbrunft bieten Frühaufstehern ein eindrucksvolles Schauspiel. Während die Stelzvögel alljährlich zu Zehntausenden im Gebiet rasten, tragen die Rothirsche im Rivalenkampf ihr Temperament zur Schau.
Die morgendliche Wanderung unter fachmännischer Leitung führt die Teilnehmer zu einer Wiese unweit des Specker Horstes. Ausgangspunkt der Wanderung ist die Informationstafel vor der Nationalpark-Information in Schwarzenhof. Empfohlen ist das Tragen wetterfester Kleidung und möglichst das Mitbringen eines Fernglases für die Beobachtung der Tiere. Weitere Informationen erhalten Sie online auf www.nationalpark-mueritz.de.

Hochblüte auf der Bundesgartenschau

Dienstag, den 8. September 2009

Mit mehr als 400.000 Besuchern verzeichnete die Bundesgartenschau in Schwerin im August ihren bisherigen Rekord auf dem Gästebarometer.
Seit April strömten bereits 1,5 Millionen Gartenfreunde in die Landeshaupstadt. Dieses Interesse machte sich im Laufe der erstes Jahreshälfte entsprechend an den Übernachtungszahlen bemerkbar. So sorgte die Buga für einen Zuwachs von gut 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bis zum Ende der Schweriner Bundesgartenschau am 11. Oktober erwarten die Veranstalter eine Besucherquote von insgesamt 1,8 Millionen Gästen.

Schloss Bothmer wird 2014 saniert

Montag, den 7. September 2009

Das sich im Besitz des Landes Mecklenburg-Vorpommern befindliche Schloss Bothmer bei Klütz – immerhin die größe barocke Schlossanlage des Landes – wird laut Landesbauministerium im Jahre 2014 vollständig saniert. Das Volumen der Sanierung umfasst ca. 18,4 Millionen Euro.
Die Sanierung der Anlage ist Teil einer neuen Tourismusstrategie. Neben der Backsteingotik, welche jährlich Tausende Besucher anzieht, soll die vielfältige und unglaublich reiche Welt der Schlösser und Herrenhäuser des Landes noch weiter in den Mittelpunkt gerückt werden.

Golf meets Classics

Sonntag, den 6. September 2009

Eine ungewöhnliche Formation spielt am 19. September im Land Fleesensee auf. Unter dem Veranstaltungstitel „Golf & Classics“ treffen im größten Golf-Resort Nordeuropas hochkarätige Musiker auf erstklassige Sportler.
In Begleitung der Neubrandenburger Philharmonie werden der renommierte Cellist Jan Vogler sowie der Pianist Stefan Malzew und die Violinistin Mira Wang die Abschläge von 100 Golfern musikalisch unterstreichen.
Instrumentalisch arrangiert als klassisches Open-Air-Konzert mit einer außergewöhnlichen Note können Besucher auf der Driving Range des Schloss-Courses im Golf & Country Club Fleesensee nicht nur berühmten Stücken von Johann Strauss, Aaron Copland, Astor Piazzolla, Maurice Ravel, Georges Bizet und Dimitri Schostakowitsch lauschen, sondern zugleich das Können der sogenannten Golfonics live verfolgen.
Die von Oliver Heuler ausgebildeten Golflehrer des Golf & Country Club Fleesensee sowie Mitglieder der Jugendmannschaft werden eigens von dem Musiker Stefan Malzew für das außergewöhnliche Debüt choreographisch unterrichtet. Als Highlight des Abends dürfen sich Gäste auf den „Hummelflug“ von Nikolai Rimski-Korsakow freuen. Beginn des Events ist um 19.00 Uhr. Tickets sind beim Service Neustrelitz (Tel. 03981-206400), beim Service Neubrandenburg (Tel. 0395-5699832) oder an der Abendkasse zu erwerben. Für einen längeren Aufenthalt bietet das Resort kombinierte Übernachtungsangebote mit Konzertbesuch an. Weitere Informationen über das Gemeinschaftsprojekt des Landes Fleesensee, des Radisson Blu Resorts Schloss Fleesensee und der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz erhalten Sie online auf www.golf-und-classics.de.