2010 Januar | Blog Ostseeurlaub & Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern
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Monatsarchiv für Januar 2010

MV wird barrierefrei: Projekt „Tourismus für alle“

Montag, den 25. Januar 2010

„Tourismus für alle“ – so lautet das Projekt des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommen für die nächsten drei Jahre. Mit diesem Konzept für barrierefreien Tourismus möchte der Landestourismusverband zukünftig insbesondere mobilitäts- und aktivitätseingeschränkte Menschen für eine Reise in den Nordosten gewinnen. „Barrierefreien Angeboten gehört die Zukunft. Sie sind nicht nur für Menschen mit Behinderungen und die anwachsende Gruppe Älterer, sondern auch für Schwangere oder Reisende mit Kindern oder viel Gepäck interessant“, erklärte Mathias Löttge, Präsident des Verbandes.
Konkret sollen dazu sowohl neue Angebote entwickelt als auch bereits existierende Angebote auf diese Zielgruppe zugeschnitten werden. „Es gibt kaum einen anderen touristischen Bereich, bei dem die Nachfrage so stark wächst und der so viele wirtschaftliche Möglichkeiten in sich birgt“, erläuterte Löttge die Motivation des Tourismusverbandes. Nicht zuletzt betrage das Umsatzpotential in diesem Bereich laut der Studie „Barrierefreier Tourismus für alle in Deutschland“ von 2008 durchschnittlich fünf Milliarden Euro pro Jahr. Erhebungen ergaben weiterhin, dass inzwischen beinahe 60 Prozent der insgesamt 20 Millionen in Deutschland lebenden Menschen mit Behinderungen reisen. „Barrierefreier Tourismus ist also beileibe kein Rand- sondern ein Querschnittsthema, ein Fakt, dem wir in der Branche noch mehr Beachtung schenken sollten“, betonte Löttge. Dabei bevorzugten mobilitäts- und sinnesbehinderte Personen die Vor- und Nachsaison.
Landesweite saisonverlängernde Angebote für diese Zielgruppe werden im kommenden Jahr in dem neuen Katalog für „Barrierefreie Reisen nach Mecklenburg-Vorpommern“ sowie auf einer zukünftigen zentralen Vermarktungsplattform im Internet veröffentlicht. Neben thematischen Weiterbildungen und Spezialmessen startet 2010 zudem ein Landeswettbewerb unter dem Slogan „Barrierefrei und innovativ“. Für das vom Landestourismusverband verliehene Qualitätssiegel QMB für barrierefreien Tourismus konnten sich in Mecklenburg-Vorpommern bisher 40 Unternehmen qualifizieren. Dieses Prädikat wird aufgrund von Vor-Ort-Prüfungen vergeben und garantiert Urlaubern behindertengerechte Bedingungen. (Weitere Infos und Angebote zum barrierefreien Tourismus: www.auf-nach-mv.de/barrierefrei)

Sonne, mehr Sonne, Mecklenburg-Vorpommern!

Montag, den 18. Januar 2010

Zum wiederholten Mal beweist sich Mecklenburg-Vorpommern als sonnenreichstes deutsches Bundesland. Das ergab die Jahresbilanz 2009 des Deutschen Wetterdienstes.
Mit dem Darßer Ort auf der Halbinselkette Fischland-Darß-Zingst (2.158 Sonnenstunden) sowie Dornbusch (2.146 Sonnenstunden) und Dünenheide (2.130 Sonnenstunden) auf der Insel Hiddensee belegten gleich drei Orte im Nordosten die Spitzenplätze auf der deutschen Sonnenskala. Vize wurde mit 2.152 Sonnenstunden Wulfen auf der Insel Fehmarn in Schleswig-Holstein.
„Zu erklären ist dies durch die Lage am Wasser“, kommentierte Wetterexperte Thomas Globig aus dem Hiddenseer Wetterstudio die Ergebnisse. „Gerade bei wechselhaften Wetterlagen kommt es auf dem Festland zu einer stärkeren Wolkenbildung, da es sich dort schneller erwärmt als in Wassernähe.“ Aus diesem Grund werde der Küstenregion Mecklenburg-Vorpommerns einschließlich der hiesigen Ostseebäder und Erholungsorte mehr Sonnenstunden zuteil als anderen deutschen Ferienregionen.
Durchschnittlich schien die Sonne im Jahr 2009 für 1.835 Stunden auf Mecklenburg-Vorpommern, das wiederum 153 zusätzlichen Sonnenstunden im Vergleich zum Vorjahr 2008. Der Bundesdurchschnitt liegt indes bei 1.664 Sonnenstunden pro Jahr. Erst an fünfter Stelle ist mit dem baden-württembergischen Bad Bellingen (2.128 Sonnenstunden) Süddeutschland vertreten (Quelle: Meteomedia).

Weiße Flotte mit Wissenschaftlern und Urlaubern auf Robben-Kurs vor Rügen

Dienstag, den 5. Januar 2010

Die Weiße Flotte ludt im Dezember des vergangenen Jahres zu außergewöhnlichen Exkursionen ein. An drei Terminen (05.12, 12.12. und 19.12.) hatten Naturfreunde Gelegenheit, Robben in der freien Natur vor Rügens Küste zu erleben. Die vierstündigen Robben-Touren startete jeweils 10.30 vom Hafen Lauterbach und wurden von einem Wissenschaftler-Team begleitet, welches sich die Erforschung des Lebens dieser selten gewordenen Säugetiere zur Aufgabe gemacht hat.
Florian Hoffmann, Biologe und Leiter der Agentur Discover Rügen, betreute die Passagiere und informierte über die Biologie der Kegelrobben und deren historische Entwicklung in der Ostsee als auch über den Nutzen der wissenschaftlich systematischen Beobachtungen. „Alle Daten werden dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und dem Amt für das Biosphärenreservat Südost Rügen zur Auswertung zur Verfügung gestellt“, so Hoffmann.
Nicht zuletzt gilt die Wiederkehr der Meeresraubtiere in ihr einstiges Revier der südlichen Ostseeregion als kleines Phänomen. Für die Erfassung und Beobachtung der Population rund um Rügen ist Florian Hoffmann und sein Team zuständig.
Wie bei der Robben-Forschungsanlage in Rostock-Warnemünde, kooperieren auch die Robbentouren vor Rügen mit der Wissenschaft.