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Forschung trifft auf Tourismus: Robbenforschungsstation in Rostock-Warnemünde

Seit Juni 2009 gewährt die größte Robbenforschungsstation Europas Besuchern Einblick in das Leben dieser Säugetiere. Im Yachthafen Hohe Düne von Rostock-Warnemünde gelegen, umfasst die schwimmende Forschungsanlage ein Areal von 60 mal 40 Metern.
Besucher des Yachthafens und des angrenzenden Hotels Yachthafenresidenz Hohe Düne können die neun Robbenmännchen vom hiesigen Sonnendeck (täglich geöffnet von 10.00 bis 16.00 Uhr) aus beobachten als auch die Untersuchungen live verfolgen. Zudem finden Führungen am und im Wasser statt. „Für Rostock und Mecklenburg-Vorpommern ist dies aus wissenschaftlicher und touristischer Perspektive ein ungeheuer interessantes Projekt. Auf bislang einzigartige Weise werden in der schwimmenden Forschungsanlage Publikums- und Wissenschaftsinteresse vereint“, so Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes.
Bemerkenswert ist insbesondere die naturnahe Haltung der Seehunde in ihrem natürlichen Lebensraum, der Ostsee.
Nicht zuletzt befinden sich auch die Institutsräumlichkeiten auf dem schwimmenden Untergrund eines ehemaligen Fahrgastschiffes. Unter der Leitung von Professor Guido Dehnhard widmet sich ein Forschungsteam des Instituts für Biowissenschaften der Universität Rostock in Langzeitexperimenten der Sinneswahrnehmung und der Unterwasserorientierung der Tiere. Dehnhardt selbst befasst sich seit über zehn Jahren mit den Orientierungsmechanismen mariner Säugetiere und gilt in Wissenschaftskreisen als Spezialist auf diesem Gebiet.
Gäste, die sich für die unmittelbare Forschungsarbeit interessieren, können sich einer einstündigen Führung anschließen. Die Biologen informieren währenddessen über den Umgang mit den Seehunden und über deren Lebensweise sowie über die konkrete Forschungsarbeit. „Robben hautnah“ heißt ein weiteres touristisch orientiertes Angebot, welches Besuchern gestattet die Robben zu füttern und zu streicheln. Auf Tuchfühlung mit den faszinierenden Säugern geht es direkt im Wasser. Die Tauchbasis Dive Center Rostock unterstützt die Forschungsstation bei der Begegnung zwischen Mensch und Tier im Wasser (Anmeldungen und weitere Informationen unter www.msc-mv.de).
Vorwiegend von der Volkswagen Stiftung gefördert, sollen die im sogenannten „Meeressäuger Forschungs- und Informationszentrum“ erwirtschafteten Gelder des Projekts zukünftig der Wissenschaft dienen.

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