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Klosterruine Eldena

Klosterruine Eldena
Klosterruine Eldena

Karte / Lageplan Klosterruine Eldena

Eine lange Geschichte rankt sich um die verbliebenen Mauern des Klosters Eldena im gleichnamigen Stadtteil der Hansestadt Greifswald. Nachdem das Darguner Tochterkloster des dänischen Zisterzienserklosters Esrom 1198 den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Dänemark und Brandenburg zum Opfer fiel, initiierte der Ranenfürst Jaromar I. von Rügen, dessen Frau dem dänischen Königshaus entstammte, die Umsiedlung der dänischen Zisterziensermönche an die Mündung des Flusses Ryck, welcher vor seiner Nordverlegung nördlich des Klosters in die Dänische Wiek floss. Sodann im Jahre 1199 in der Bucht des Greifswalder Boddens nahe einer erträglichen Salzpfannenstelle gegründet, wurde das damalige Kloster Hilda 1204 auch vom Papst Innozenz III. anerkannt.

Über seinen beträchtlichen Beitrag zur Christianisierung Vorpommerns und zur Entstehung der Stadt Greifswald im 13. Jahrhundert als ursprüngliche Marktsiedlung des Klosters hinaus, sah sich das Kloster dank großzügiger Schenkungen seitens des Fürstens auch im Besitz beachtlicher Ländereien.
Gleichwohl zog sich die Errichtung der einzelnen Klostergebäude über vier Jahrhunderte hin. Hatte man um 1200 mit den Ostteilen der Klosterkirche begonnen, dauerte die Fertigstellung des Klausurgebäudes von der Mitte des 13. Jahrhunderts bis in das 14. Jahrhundert hinein. Erst Anfang des 15. Jahrhunderts zeigte sich die Klosteranlage mit der Errichtung der Westfassade der Klosterkirche und des Langhauses weitgehend beendet.

Im Zuge der Reformation, des Dreißigjährigen Krieges und schließlich durch die Schenkung an die Universität Greifswald zunehmend im Verfall begriffen, erlangte die Klosterruine erst Anfang des 19. Jahrhunderts als Motiv des romantischen Malers Caspar David Friedrich wieder Bedeutung.
Erste Restaurierungsarbeiten und die Anlegung eines Parks auf dem Klostergelände nach Plänen des preußischen Gartengestalters Peter Joseph Lenné wurden 1828 aufgenommen. Aufschlüsse über die ursprüngliche Konstruktion des Klosters sollten wissenschaftliche Grabungen in den Jahren 1926 und 1927 bringen. Erst in den 1960er Jahren kam es zu weiteren Sanierungsmaßnahmen. Seither wird die Klosteranlage für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Erneute Sicherungs- und Sanierungsarbeiten ab 1996 hatten die Ernennung zur Kulturstätte der Euroregion Pomerania zum Ziel.

Vom ursprünglichen Klosterkomplex erhalten ist der am Boddenweg befindliche sogenannte Bierkeller Eldena. Als Winterquartier für Fledermäuse unterliegt er dem Naturschutz. Die einstige Pracht des Klosters lässt sich noch heute angesichts der Spitzbogenfenster in der Westwand erahnen.
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