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St. Marien Greifswald

Karte / Lageplan Greifswald

Marienkirche Greifswald
St. Marien Greifswald

Die „Dicke Marie“, wie St. Marien Greifswald im Volksmund liebevoll genannt wird, ist mit ca. 3.100 evangelischen Christen die größte Kirchengemeinde der Hansestadt Greifwald.
Die backsteingotische, dreifschiffige Hallenkirche wurde im 13. Jahrhundert ohne Chor errichtet und besticht im 21 Meter hohen Innenraum durch ein imposantes Kreuzrippengewölbe aus weißen Wänden, roten Pfeilern und farbigen Rippen.
Zu den sehenswertesten Details des Kircheninventars zählen die wandmalerische Gestaltung der Passionsgeschichte Jesu Christi aus dem Jahr 1411 in der südlichen Seitenhalle (1983/84 restauriert), die mit Intarsien aus 60 verschiedenen Hölzern geschmückte Kanzel von 1587, das 1807 durch Friedrich August von Klinkowström nachgebildete und von Böck 1857 restaurierte Altarbild „Correggios Heilige Nacht“, die Glasmalerei im mittleren Ostfenster von 1840 sowie eine 37 Register umfassende romantische Orgel von 1866, welche als größtes erhaltenes Exemplar des Orgelbauers Friedrich Mehmel gilt.
In der Annenkapelle befindet sich ferner eine zweimanualige Orgel mit zehn Registern und eine Relieftafel („Die heilige Sippe“), ursprünglich Teil eines Flügelaltars aus dem frühen 16. Jahrhundert. Die nördliche Seitenhalle zeigt gegenüber des Grabmals der Familie von Essen (1714) ein Wandbild eines Wales, welcher 1545 in Wieck gefangen wurde. Ebenfalls zu nennen ist die Holzschnitzerei zur Grablegung Christi aus dem 15. Jahrhundert. Das Kastengestühl der Kirche geht auf das Jahr 1837 zurück. Einzigartig in Europa ist überdies die mittelalterliche Gerichtshalle im Turmuntergeschoss. Die älteste der drei Turmglocken, die sogenannte Bet-Glocke, gibt seit 1418 den Ton an. Die Wächter-Glocke von 1569 wurde 1981 nachgegossen. Die Kleinste des Trios ist seit 1614 Bestandteil der Kirche. Ins Auge fällt außerdem das historische Tretrad, welches seinerzeit zur Lastenbeförderung diente. Eine Gedenktafel an der Südseite der Turmhalle erinnert an die Gefallenen im Zweiten Weltkrieg. Die Namen der Opfer beider Weltkriege wurden in zwei Büchern niedergeschrieben und können in der Passionskapelle eingesehen werden. An die Ermordung einer Greifswalder Persönlichkeit im Jahr 1462 erinnert zudem der Denkstein Rubenow, zu Ehren des damaligen Bürgermeisters und Universitätsgründers Heinrich Rubenow.
Über ihre architektonische Präsenz und ihren Gottesdienst hinaus, hat sich St. Marien auch mit der Kirchenmusik einen Namen gemacht, so etwa mit der traditionellen „Bläsermusik im Kerzenschein“, die alljährlich im Dezember zahlreiche Besucher in ihren Bann zieht.

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