
Ausblick vom Dornbusch
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Gerade mal 16,8 Kilometer Länge und 250 Meter bis 3,7 Kilometer Breite misst das paradiesische Kleinod Hiddensee (ca. 1.077 Einwohner) westlich von Rügen.
Bereits Persönlichkeiten wie Gerhart Hauptmann, Thomas Mann, Albert Einstein und Joachim Ringelnatz ließen sich von der magischen Ostseeinsel in den Bann ziehen. Als größtes Eiland des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft (v.a. Vogelschutzgebiet Gellen) war von Hedinsey, der Insel des Norwegerkönigs Hedin, bereits in der Prosa-Edda und in der Gesta Danorum des Saxo Grammaticus die Rede. Unter dänischem Zepter Hedins-Oe und schließlich eingedeutscht Hiddensjö genannt, blicken die Hiddenseer, deren Dialekt die Worte Zeit, Hektik und Smog nicht zu kennen scheint, heute mit Stolz auf ihre Insel.
Natürlichkeit, Ruhe und Harmonie geben hier den Ton an, lilafarbene Heideblüten, satter Ginster und strahlender Sanddorn, die erhabenen Leuchttürme Dornbusch und Gellen, urige Reetdächer, Pferdekutschen, ausgedehnte Sandstrände, schroffe Steilklippen, windgepeitschte Küstenwaldungen, Salzwiesen, Deiche, Dünen und Teiche zeichnen die Szenerie.
Dabei bewahrt jede der vier Gemeindeortschaften ihren individuellen Charakter. Tut sich Grieben am östlichen Rand des Hochlandes Dornbusch als ältestes Dorf der Insel hervor, gilt Kloster am Fuße der Hügellandschaft mit dem Gerhart-Hauptmann-Haus, dem Heimatmuseum, der Inselkirche, der Lietzenburg, dem Torbogen in der alten Klostermauer, der Galerie am Torbogen sowie dem Inselfriedhof (Grabstätten von Gerhart Hauptmann, Walter Felsenstein und Gret Palucca) als Kulturzentrum Hiddensees.
Der größte und zentralste Ort ist gleichwohl Vitte. Zwischen Kloster und Neuendorf gelegen, befinden sich hier das Rathaus, der Fähranleger als auch das älteste erhaltene Haus der Insel (Hexenhaus), ein Zeltkino, die Seebühne Hiddensee (Figurentheater), das Nationalparkhaus Hiddensee, das Asta-Nielsen-Haus (Karussell), die Blaue Scheune, das Henni-Lehmann-Haus und die Galerie am Seglerhafen.