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Schloss Neustrelitz

Karte / Lageplan Neustrelitz

Schlosskirche Neutrelitz
Schlosskirche Neutrelitz

Orangerein im Schlossgarten Neustrelitz
Orangerie, Schlossgarten

Einst Hauptresidenz der großherzoglichen Familie von Mecklenburg-Strelitz, nach 1918 Sitz des Landtags des gleichnamigen Freistaates, wurde das Schloss Neustrelitz von der Gemahlin des Herzogs Adolf Friedrich III. zu Mecklenburg in Auftrag gegeben. Dorothea Sophie ließ zwischen 1726 und 1731 ohne das Wissen ihres Mannes das Jagdschloss auf dem Pachtgut Glienecke (auch Glienke, Glieneke) von Christoph Julius Löwe zu einer schlichten dreigeschossigen Dreiflügelanlage umbauen. Als sich Adolf Friedrich III. nach Abschluss der Bauarbeiten während einer Spazierfahrt beim Passieren der Glienker Residenz nach deren Bewohnern erkundigte, soll ihm seine Frau geantwortet haben: „Ewer Liebden sind in Ihrem eigenen Haus.“

Fortan, sowohl das Schloss als auch die Stadt Neustrelitz, als barocke Residenz gestaltet, fand um 1755 durch Adolf Friedrich IV. nach Versailler Vorbild die Errichtung der Treppenanlagen statt, wurde 1865 nach Plänen Friedrich August Stülers der stadtseitig gelegene Schlossflügel überformt und zwischen 1905 bis 1909 mit der Anfügung zusätzlicher Flügelbauten an den Westflügel ein geschlossener Hof erzeugt, welcher die Grundfläche des Schlosses beinahe verdoppelte. Auch der Turm zwischen Alt- und Erweiterungsbau, eine Anlehnung an das Charlottenburger Schloss, entstand in dieser Bauperiode.

Kurz vor Kriegsende, in der Nacht vom 29. zum 30. April 1945, fiel das Schloss Neustrelitz der Brandstiftung zum Opfer. Dabei wurde die Mehrheit der Kunstsammlung und des Inventars aus dem Besitz des bis 1918 in Neustrelitz regierenden Fürstenhauses zerstört oder geplündert. Gegenstände aus den Kellerräumen blieben hingegen unversehrt und wurden später verkauft (u.a. die Kutsche für einen Spielfilm der DEFA). Steine der Schlossruine kamen wiederum dem Neustrelitze Wiederaufbau zugute, ehe die Überreste des Hauses 1949 gesprengt und bis 1950 abgetragen wurden.
Heute zeugen vom einstigen Residenzschloss lediglich Fragmente des Fundamentes. Der Grundriss der älteren Flügel lässt sich indes durch markierende weiße Kieselsteine nachvollziehen. An der Stelle des ursprünglichen Mittelbaus dient seit 2001 eine Zeltkonstruktion sommerlichen Operettenaufführungen. Den Verlust des Turmes ersetzte man durch eine ähnliche geartete Aussichtsplattform.

Innerhalb der 1731/32 entworfenen Schlossparkanlage – ursprünglich im Barockstil angelegt und schließlich um 1825 von Peter Joseph Lenné größtenteils zum englischen Landschaftsgarten umgestaltet – sowie am Rande des früheren Schlossbereichs sind mehrere Funktionsgebäude erhalten: die mittlerweile gastronomisch genutzte Orangerie, der Marstall, der klassizstische Pavillon und ein Gedächtnistempel für die Königin Luise.
Sehenswert ist außerdem die von 1855 bis 1859 durch Friedrich Wilhelm Buttel errichtete neogitische Schlosskirche als auch das benachbarte Marienpalais, Carolinenpalais und das Bassewitzsche Palais
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